In meiner Arbeit über Demokratie gehe ich davon aus, dass der Mensch von Natur aus nach Freiheit strebt, gleichzeitig aber auch ein Bedürfnis nach Sicherheit und Konformität hegt. Die Demokratie als Regierungs- und als Lebens- oder Interaktionsform muss in erster Linie die gleiche Freiheit der Individuen ermöglichen.

Revoltieren und Nein sagen zu können, ohne sanktioniert zu werden, in Widerspruch und Dialog eintreten sowie Zweifel und Kritik äußern zu können, sind die wesentlichen Voraussetzungen für Demokratie. Diese Voraussetzungen werden in demokratischen Staaten und Organisationen über Parlamente oder andere Gremien institutionalisiert und gelten im zwischenmenschlichen Bereich als Merkmale gleichberechtigter und herrschaftsfreier Kommunikation. Ihr Gegenteil sind diktatorische, autoritäre Formen des Regierens bzw. des zwischenmenschlichen Umgangs.

Eine meiner Thesen dazu lautet, dass wir in unseren alltäglichen Lebenswelten, in Schulen, Unternehmen usw. keine adäquate und ausreichende Übersetzung demokratischer Prinzipien vorfinden.